In den letzten 60 Jahren hat der Abwasserzweckverband Im Hollmuth die Weichen für eine nachhaltige und moderne Abwasserbehandlung gestellt.
Von den ersten Ideen einer gemeinsamen Kläranlage bis zu den heutigen ökologischen und technischen Optimierungen zeigt die Chronik eindrucksvoll den Weg von einem regionalen Gemeinschaftsprojekt hin zu einer zukunftsorientierten Infrastruktur.
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DIE ANFÄNGE
Anfang der 1960er Jahre standen viele Gemeinden vor der Herausforderung, die Abwasserbeseitigung zeitgemäß und wirtschaftlich zu organisieren. Erste Untersuchungen zeigten, dass eine gemeinsame zentrale Kläranlage kostengünstiger wäre als Einzelanlagen.
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1964
Gründung des Abwasserzweckverbands Im Hollmuth durch die Gemeinden Bammental, Gaiberg, Mauer,Waldhilsbach (heute Ortsteil von Neckargemünd) und Wiesenbach.
Am 9. Juli 1964 fand die zweite Verbandsversammlung statt. Das Ingenieurbüro Schäfer aus Mannheim erhielt den Auftrag zur Planung.
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1975
Nach anfänglichen Finanzierungsproblemen änderten neue gesetzliche Vorgaben die Planung.
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1976
Beginn der Bauarbeiten an Überleitungskanälen in Gaiberg, Waldhilsbach und Mauer.
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1978
Start der Bauarbeiten an der Verbandskläranlage.
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1979
Anschlussarbeiten in Wiesenbach, Mauer, Bammental.
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1980
Provisorischer Betrieb der neuen Kläranlage ab November.
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3. Oktober 1981
Feierliche Einweihung der Verbandskläranlage.
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1986 - 1989
Übernahme der technischen Betreuung durch das Ingenieurbüro GkW, Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe, Einführung neuer Verfahren (Eisenchlorid-Konditionierung, Neubau Feinrechen).
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1992 - 1999
Bau einer Phosphorfällungsanlage, Zwischenausbau zur Teildenitrifikation, Ausbau zur Stickstoffelimination nach Abwasserverordnung.
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2000
Kooperationsvertrag mit dem AZV Heidelberg zur Unterstützung bei künftigen Investitionen.
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2002 - 2004
Großer Ausbau in drei Bauabschnitten:
Neubau Nachklärbecken, Gebäude für Schlammeindickung, Umbau Betriebsgebäude, Sand- und Fettfang, Neubau Denitrifikationsbecken, Installation moderner Pumpen- und Steuertechnik, Bau eines Blockheizkraftwerks durch die Stadtwerke Heidelberg. -
2005 - 2007
Sanierungen an Regenentlastungsanlagen, Gasbehältern und Flachdächern.
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2008 - 2014
Erfassung von Abschlagmengen an bis dato 16 Regenentlastungsanlagen, Neubau und Sanierung von Regenüberlaufbecken (Gaiberg, Bammental), Installation einer PV-Anlage am Betriebsgebäude, Betonsanierungen wichtiger Bauwerke.
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2015 - 2018
EKVO-Untersuchung und Sanierung der Verbandskanalisation in mehreren Abschnitten, Fremdwasseruntersuchungen, Anschaffung neuer Fahrzeuge und Messtechnik.
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2019 - 2020
Austausch Einlaufpumpen, Sanierungen im Faulturm, Schlammauslauf und Primärschlammschacht, Optimierung der biologischen Reinigungsstufe.
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2021 - 2023
Erneuerung der Stromversorgung (Mittelspannungsanlage), Ersatzbeschaffung von Rührwerken und Pumpen, Optimierung der biologischen Reinigung (Phosphor: max. 1,02 mg/l), Sanierungen an Nachklärbecken.
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2024
Erneuerung des Blockheizkraftwerks, Sanierungen und Reparaturen am Faulturm, den Becken und Pumpenanlagen, Bau einer neuen Messstelle.
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2025 - 2026
Schmutzfrachtberechnung, Versuche zur künftigen Schlammentwässerung, Messungen von Klimagasen (Lachgas, Methan, CO₂, O₂), Dachsanierung am Betriebsgebäude.